030588 KU Pilotprojekt Transcultural Law Clinic

  • 2-std., 4,0 ECTS
  • max. 25 Teilnehmer
  • Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
  • Online-Anmeldung von 23.09.2019 00:01 bis 07.10.201
  • Abmeldung bis 16.10.2019
  • Zeit und Ort:
    • Donnerstag 10.10. 10:30 - 14:30 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
    • Donnerstag 17.10. 10:30 - 14:30 Seminarraum SEM33 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 3.OG
    • Donnerstag 24.10. 10:30 - 14:30 Seminarraum SEM34 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 3.OG
    • Donnerstag 16.01. 10:30 - 14:30 Seminarraum SEM44 Schottenbastei 10-16, Juridicum 4.OG
    • Donnerstag 23.01. 10:30 - 14:30 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG


Information


Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

  • TeilnehmerInnen lernen, wie erworbenes Wissen – im Sinne der Law Clinic Modelle – weitergegeben werden kann. Im Mittelpunkt des Pilotprojekts stehen die wesentlichen rechtlichen und translatorischen Grundlagen der Vernehmung und Befragung (Beweis, Vernehmungsgrundsätze, Dolmetschtechniken, Kulturmittlung, Ethik). Das Schwerpunktthema wird mit einem Law Clinic-Ansatz bearbeitet. Vernehmung und Befragung werden in den einzelnen Stadien eines Strafverfahrens beleuchtet (Beginn des Strafverfahrens/Anzeigeerstattung, Ermittlungsverfahren, Hauptverfahren mit der Hauptverhandlung) und die Vernehmungs/Befragungssituation wird mit Blick auf die Beschuldigtenrechte mittels Gastvortragender aus unterschiedlichen Blickrichtungen erörtert und diskutiert: aus Sicht der Polizei, der Staatsanwaltschaft/des Gerichts, der Verteidigung, der Translation.
  • Das Projekt ist eingebettet in Bemühungen der Europäischen Union, die Sensibilität für die Beschuldigtenrechte im Strafverfahren zu stärken, und in damit verbundenes EU-Projekt der Universität Wien („Translaw“). Besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung fremdsprachiger Verdächtiger/Beschuldigter/Angeklagter an einem Strafverfahren und auf den Möglichkeiten, diese Personengruppe über ihre Rechte im Verfahren zu informieren.
  • Das Pilotprojekt ist so angelegt, dass verschiedene praktische Fähigkeiten der Studierenden trainiert werden: durch Simulation unterschiedlicher Befragungs- und Einvernahmesituationen mit fremdsprachigen Personen lernen Studierende beider Fächer ihre eigene Leistung und das Auftreten anderer AkteurInnen anhand von verschiedenen Parametern zu analysieren und zu beurteilen. Sie erhalten dabei peer-to-peer-Feedback und Expertenfeedback.
  • Neben den PilotprojektleiterInnen tragen erfahrene ExpertInnen aus Translations- und Rechtsberufen vor, um eine breite Sicht auf die Beschuldigtenrechte mittels Translation zu vermitteln. Eingesetzt werden Gastvortragende aus:
    • Rechtsanwaltschaft
    • Justiz (Staatsanwaltschaft und/oder Gericht)
    • Gerichtsdolmetschen

Das Programm wird durch Exkursionen zu strafgerichtlichen Einvernahmen/Verhandlungen und transkulturelle Informationsveranstaltungen für fremdsprachige Verdächtige/Angeklagte ergänzt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Prüfungsimmanent: Durchgehende Anwesenheit, Mitarbeit und ein Schlussbericht.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für eine positive Note sind 30 Punkte (von 50 möglichen Punkten) zu erreichen: Mindestens 25 Punkte prüfungsimmanent, mindestens 5 Punkte für den Bericht.

Literatur

  • Kadric, Mira. 2019. Gerichts- und Behördendolmetschen. Prozessrechtliche und translatorische Perspektiven. Wien: Facultas.
  • M. Hermanutz/S.M. Litzke: Vernehmung in Theorie und Praxis, 2. A., Boorberg Verlag 2009